Weihnachtsmarkt am 29. und 30. November ist abzusagen
Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,
liebe Gäste,
liebe Unterstützer des Thierbachshofs,
wir möchten euch heute über eine Entwicklung informieren, die für uns selbst schwer nachvollziehbar war und die uns am Ende dazu zwingt, den Weihnachtsmarkt am 29. und 30. November trotz inzwischen erteilter Genehmigung abzusagen.
Was passiert ist
Am 13 November wurde unser Weihnachtsmarkt vom Ordnungsamt zunächst verboten, mit der Begründung, es gäbe an diesem Tag eine „höherwertige Veranstaltung“ in Steinhöfel.
Auf Nachfrage stellte sich schnell heraus, dass diese Begründung weder inhaltlich noch rechtlich haltbar war. Als klar wurde, dass ein Verbot aus diesem Grund nicht aufrechterhalten werden kann, wurden innerhalb weniger Tage neue ordnungsrechtliche Hürden aufgebaut: Plötzlich war von Parkraumproblemen, Sicherheitsbedenken die Rede, obwohl unser Markt in den vergangenen Jahren ohne Beanstandungen stattgefunden hatte und sogar größere Veranstaltungen im Ort genehmigt wurden, ohne dass solche Anforderungen gestellt wurden. Am Ende haben wir die geforderten Unterlagen fristgerecht eingereicht. Kurz vor knapp, wurde der Markt nun schließlich genehmigt.
Warum wir trotzdem absagen
Der entscheidende Punkt ist: Wir konnten unseren Händlerinnen und Händlern in den letzten Tagen keine Planungssicherheit bieten. Die Genehmigung kam zu spät, und es wäre ihnen gegenüber nicht fair gewesen, sie bis wenige Tage vor dem Markt im Unklaren zu lassen. Viele von ihnen sind auf Märkten unterwegs und müssen frühzeitig wissen, wo sie ihre Ware präsentieren und verkaufen können. Sie brauchen Verlässlichkeit. Diese Verlässlichkeit konnten wir ihnen aufgrund der Vorgänge rund um unser Genehmigungsverfahren nicht mehr bieten.
Was uns enttäuscht hat
Die Art und Weise, wie dieses Verfahren geführt wurde, hat uns deutlich gemacht, dass unser Engagement im Ort nicht überall gewollt ist. Statt Wertschätzung für gemeinschaftliche Projekte und Kulturangebote erleben wir das Gegenteil: Misstrauen, politische Vorbehalte und die Wahrnehmung, dass unser Einsatz hier im Dorf als Konkurrenz wahrgenommen wird, obwohl wir seit Jahren das Gespräch und gemeinsame Konzepte anbieten. Wir haben uns gegen diese Behandlung gewehrt, haben die rechtlichen Grundlagen eingefordert und unser Recht verteidigt. Und wir werden uns auch weiterhin nicht einschüchtern lassen. Gleichzeitig können wir nicht ignorieren, dass diese Erfahrung uns sehr enttäuscht hat. Wir wollen hier etwas beitragen, etwas aufbauen und gemeinsam gestalten.
Wie es weitergeht
Die Absage dieses Marktes bedeutet nicht, dass wir uns zurückziehen oder aufgeben.
Wir bleiben engagiert, wir bleiben sichtbar und wir bleiben konstruktiv.
Aber wir möchten offen sagen, dass wir uns wünschen, dass gemeinschaftliches Engagement im Dorf zukünftig als Chance gesehen wird und nicht als Konkurrenz.
Wir danken allen, die uns in den letzten Tagen unterstützt haben und die den Wert unserer Arbeit für das Dorf erkennen.
Und wir hoffen, dass die nächsten Schritte in Steinhöfel wieder von Miteinander geprägt sind – so wie es eigentlich sein sollte.
Herzliche Grüße
Anne-Kathrin & Markus

















